Hartz-IV

EINLADUNGSTEXT

Hartz-IV oder was?

Wir wollen diskutieren! Nicht zwingend über das Thema Hartz-IV, aber da die SPD es ja „überwinden“, „hinter sich lassen“ oder gar „abschaffen“ will, sollten wir darüber reden. Als Diskussion sicher nicht abschließend und vielleicht auch nicht einmalig, aber als Beginn, meinungsaustauschend, meinungsbildend, als Standortbestimmung.

  • Wann: Mittwoch, den 12.12.2018 19:30 Uhr
  • Wo:  im Versammlungsraum in der Geschäftsstelle, Willy-Brandt-Centrum, Schlossstr. 2,  42551 Velbert

Zu Hartz-IV bzw. Arbeitslosengeld-2 findet man unzählige Infos. Mit am hilfreichsten für einen Überblick ist vielleicht der Artikel bei Wikipedia.

Gesammelte Infos (insbesondere Links) findet Ihr unter www.spd-velbert.de/hartz-iv. Diese Sammlung kann gerne ergänzt werden: mailto:ortsverein@nullspd-velbert.de

 


 

Hartz-IV – Infos und Links dazu …

 

Weitere Vorschläge? Mail an: mailto:ortsverein@nullspd-velbert.de


Zu Hartz-IV-Situation. 2011 hatte Mülheim mehr „Arbeitslose“ als heute, aber die Zahlen der Hartz-IV-Bezieher hat zugenommen. Oft trotz Job! Rote Markierungen von mir. U.a. erkennt man Zahlenverhältnisse wie „Haushalte“ (Bedarfsgemeinschaften) und Bezieher im Verhältnis zu „Erwerbsfähigen“ und dann erst offiziell als arbeitslos gezählte.

LG Lutz

 

WAZ | 22.11.2018 | Seite 13

20.157 Mülheimer leben von Hartz IV

Positive Entwicklung in 2018 täuscht darüber hinweg, dass Zahlen seit Jahren steigen

Die Zahl der Mülheimer Haushalte, die auf staatliche Hilfen zum Lebensunterhalt nach Hartz IV angewiesen sind, ist auf dem Tiefstand des Jahres 2018 gesunken, aber weiter hoch: 9725 Haushalte mit insgesamt 20.157 Menschen beziehen laut Sozialagentur Hartz IV.

In den Monaten Januar bis August lag die Zahl der betroffenen Haushalte noch jenseits der 10.000er-Grenze; peu à peu war jene Armutskennziffer in den vergangenen Jahren in die Höhe gegangen. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 – ältere Zahlen wies die Sozialagentur aktuell nicht aus – lebten noch „nur“ 8643 Haushalte und 17.356 Mülheimer von Hartz IV. Das waren mehr als elf Prozent weniger Haushalte als heute und fast 14 Prozent weniger Menschen. So kann aktuell also nur von einer leichten Erholung in weiter prekärer Situation die Rede sein.

Von den knapp 14.000 erwerbsfähigen Hartz-IV-Beziehern werden in der offiziellen Statistik dabei nur 4372 Mülheimer offiziell als arbeitslos geführt. Das hat mehrere Gründe. Einerseits werden etwa Menschen ohne regulären Job am ersten Arbeitsmarkt, die Ein-Euro-Jobs haben, an einer Weiterbildung teilnehmen oder von der Arbeitsverwaltung an eine dritte Organisation zur Betreuung „abgegeben“ werden, nicht als Arbeitslose geführt. Hiervon und Ähnlichem waren im Oktober mehr als 2600 Mülheimer betroffen. Andererseits erklärt sich das immense Delta zwischen offizieller Arbeitslosenzahl im Hartz-IV-Bereich und der Zahl an erwerbsfähigen Leistungsberechtigten auch darin, dass etliche Mülheimer zwar einen Job haben, zum Leben aber aufstockende Leistungen des Staates benötigen. Wie viele Menschen dies sind, weist die aktuelle Statistik der Sozialagentur nicht aus. In der Vergangenheit waren insbesondere Alleinerziehende unter denen, die mit ihren Teilzeit-Jobs allein nicht über die Runden kamen.

Noch ein statistischer Wert: Die staatlichen Hilfen nach Hartz IV betragen aktuell und monatlich fast 10,8 Millionen Euro. sto

Gesendet aus der WAZ ZEITUNG DIGITAL.

 


Eine „Musterrechnung“ für eine Hartz-IV-Familie im Vergleich zum notwendig gleichen Einkommen.

Beispiel Ehepaar mit 3 Kinder (15 Jahre, 10 Jahre, 5 Jahre) 1 Person arbeitet Teilzeit und erzielt 500,00 € Erwerbseinkommen

 

 374,00 €      Regelleistung

    8,60 €      Warmwasser

 374,00 €      Regelleistung

    8,60 €      Warmwasser

 316,00 €      Regelleistung

    4,42 €      Warmwasser

 296,00 €      Regelleistung

    3,55 €      Warmwasser

 240,00 €      Regelleistung

    1,92 €      Warmwasser

 599,50 €      Grundmiete

 212,30 €      Betriebskosten ohne Heizkosten

 165,00 €      Heizkostenvorauszahlung

2603,89 €    Bedarf

-194,00 €     Kindergeld

-194,00 €     Kindergeld

-200,00 €     Kindergeld

-320,00 €     anrechenbares Erwerbseinkommen bei 500,00 EK

1695,89 €    ungedeckter Bedarf

 

 

 500,00 € Erwerbseinkommen

-100,00 € Grundfreibetrag

– 80,00 € Freibetrag

320,00 € anrechenbares Erwerbseinkommen

 

 

Um diesen Bedarf zu decken müsste ein Erwerbseinkommen (Steuerklasse 3, Kinderfreibeträge für 3 Kinder) von 2750,00 € brutto = 2051,64 € netto erzielt werden.

Dieses Einkommen würde dann noch um 330,00 € Freibeträge bereinigt werden.

Somit könnte ein anrechenbares Erwerbseinkommen in Höhe von 1721,64 € dazu führen, dass die Hilfebedürftigkeit beendet wird.


Fragen zu Velbert:

  • Wie viele  Personen beziehen in Velbert Hartz IV (Arbeitslosengeld 2)?
  • Wie viele Bedarfsgemeinschaften?
  • Wie viele Kinder?
  • Wie viele Leistungsempfänger sind erwerbsfähig?
  • Wie viele Leistungsempfänger sind offiziell als arbeitslos gemeldet?
  • Wie viele LEs sind in Maßnahmen o.Ä.?
  • Wie hoch sind die staatlichen Hilfen für Hartz IV in Velbert?
  • Wie viel davon werden von Velbert als Kommune getragen?

Linksammlung von Kerstin Griese

Liebe Genossinnen und Genossen,

unsere parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese, hat uns im Zuge der Diskussion für den 12.12. um 19:30 einige Informationen zukommen lassen, die ich euch gerne weitergeben möchte:

 

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-chefin-andrea-nahles-zu-hartz-iv-jetzt-ist-eine-grundsanierung-faellig-a-1239778.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hartz-iv-wirtschaftsweise-gegen-plaene-von-spd-und-gruenen-a-1239751.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/die-gruenen-um-robert-habeck-wollen-die-hartz-iv-debatte-fuehren-aber-warum-a-1239480.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/die-gruene-robert-habecks-plaene-fuer-hartz-iv-abkehr-stossen-auf-widerstand-a-1238428.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/hartz-iv-debatte-man-sollte-aufhoeren-das-system-schlecht-zu-reden-a-1238950.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hartz-iv-grosse-mehrheit-will-grundsaetzliche-aenderung-beim-arbeitslosengeld-ii-a-1201002.html

https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Themen/Arbeitsmarkt-im-Ueberblick/Arbeitsmarkt-im-Ueberblick-Nav.html

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Indikatoren/LangeReihen/Arbeitsmarkt/lrarb003.html

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article184076834/Reform-der-Sozialsysteme-Habecks-Ansatz-ist-zu-kurz-gedacht.html

 

Beste Grüße und ein schönes Wochenende wünscht

Rainer Hübinger

Ortsvereinsvorsitzender

 


Eine ältere Link-Sammlung

[27.06.18]

Hartz-IV? Mindestlohn? Bedingungsloses/Solidarisches Grundeinkommen? Maschinensteuer?

Hartz-IV ist in der Diskussion. Als Alternative stehen u.a. das „Solidarische Grundeinkommen“ wie auch ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ im Raume. Was ist gerecht, was realistisch, was Utopie?
Auch im Rahmen der Digitalisierung stellt sich die Frage: wenn über die nächsten Jahrzehnte hinweg vielleicht doch viele Arbeitsplätze wegfallen: wovon soll man leben, wenn immer mehr Arbeit von Maschinen erledigt wird? Wie soll das finanziert werden?

Aktuelle Debatten und Infos z.B.:

Zum  Mindestlohn:


https://www.hartziv.org/